Hyperaktivität

„Hyperaktivität“ oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom) und ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) wird als kindliche Störung immer häufiger diagnostiziert. Dementsprechend hat sich die Verschreibung von „Ritalin“, so der Handelsname für das Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat zur Behandlung dieses “anstrengenden” Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen in den vergangenen zehn Jahren verzigfacht. Metylphenidat ist eine amphetaminähnliche Substanz mit stimulierender Wirkung, die unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Spitzenreiter der Ritalin-Verschreibung in Deutschland ist übrigens Franken.

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Ist der Zopf zu lebhaft?
Gouache: Nikola Henze

Allerdings sind die Langzeitfolgen der medikamentösen Behandlung auf den kindlichen Organismus nicht ausreichend erforscht. Kritiker nennen eine erhöhte Suizidgefahr, Depressionen, Essstörungen und die Begünstigung von Suchtverhalten als mögliche Folgen des Medikaments. Viele Soziologen, Psychologen und Psychiater finden zudem die Reduktion der AD(H)S-Behandlung auf Medikamente fragwürdig und wünschen sich, den Anspruch zu diskutieren, wonach ein Kind in unserer Gesellschaft zu funktionieren und Leistung zu erbringen hat.

Darüber hinaus ist der Gebrauch von Ritalin bei Erwachsenen zur Steigerung der persönlichen Leistungsfähigkeit inzwischen zu einem eigenen Problem geworden. Manche Eltern, deren Kinder Ritalin verschrieben bekommen, „bedienen“ sich zum Teil am kindlichen Medikament, weil sie  damit länger konzentriert arbeiten können. So vermeiden sie, sich das eigene Schwächeempfinden einzugestehen, bzw. ihren Bedarf bei einem Arzt zu klären und sich selbst ggf. ein angemessenes Medikament verschreiben zu lassen.

Als Heilpraktikerin und Mutter bin ich auch nicht bereit, mangelnde Konzentration und motorische Unruhe bei Kindern grundsätzlich als Erkrankung zu sehen, eher handelt es sich um eine  noch fehlende körperliche, geistige und seelische Reife, die sich prinzipiell von selbst auswächst. Auch habe ich Bedenken, dieses sicherlich problematische Verhalten eines Kindes als eine Störung aufzufassen, die das Kind hat. Viel häufiger erscheint mir die Umwelt von AD(H)S-Kindern gestört zu sein.

Gerne bin ich bereit, betroffene Kinder und Jugendliche mit AD(H)S alternativ zu behandeln. Dabei ziehe ich folgende Möglichkeiten heran:

  • - Beratung beim Verdacht auf und bei der Diagnose AD(H)S
  • - Beratung zur familiären Situation
  • - Ernährungsplan mit gesunder, ausgewogener Mischkost, Vermeidung von angereicherten Lebensmitteln (z.B. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Stabilisatoren etc.), Reduktion von Zucker und Weißmehlprodukten;
  • - Betreuungsmöglichkeiten und zusätzlichen Einzelunterricht zur Schule ansprechen, um Defizite auszugleichen
  • - Sportliche Aktivität anregen
  • - astrologisch-homöopathische Behandlung, da diese Störung gut aus dem Geburtshoroskop diagnostiziert und mit entsprechenden Homöopathika behandelt werden kann
  • - Ausschleichen der Ritalin-Behandlung mit Homöopathie, Akupunktur und Gesprächstherapie in meiner Praxis

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